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Nach über 40 Jahren Pop- und Rockgeschichte gibt es tausende von englischsprachigen Rock- und Popklassikern. Die Anzahl an wirklich guten deutschsprachigen Songs gestaltet sich auch in Zeiten eines Deutschpop-Booms immer noch sehr übersichtlich. Jeder, der schon einmal versucht hat, für sich geeignete, deutschsprachige Covertitel zu finden, weiß wahrscheinlich, was gemeint ist.
dunkelrot haben sich zum Ziel gesetzt, einige deutschsprachige Popperlen hinzuzufügen. Dabei haben sie mit Klaus Mertens einen Songschreiber, der sich deutschen Songtexten schon seit vielen Jahren verpflichtet fühlt. Ende der 80er, Anfang der 90er war er mit seiner Band „die tanzenden herzen“ unterwegs. Das Powerpop-Trio spielte zahlreiche Konzerte in Berlin und darüber hinaus und veröffentlichte eine 7“-Single („Tanzfläche“ / Smarten-Up Records) und zwei Alben („7 Tage“, Smarten-Up Records; „Ultra!“, Twang Records). Musikalisch bewegten sich „die tanzenden herzen“ irgendwo zwischen The Jam und Fehlfarben.
Der musikalische Fokus von dunkelrot liegt nun, nicht zuletzt durch den Orgelspieler Mike Strauß, stärker auf den 60er Jahren. Sein satter Hammondsound lässt Erinnerungen an Booker T. & The MG’s, die Small Faces oder auch die Prisoners wach werden. Gepaart mit dem Gesang von Klaus Mertens, dessen deutsche Texte nicht vor großen Gefühlen zurückschrecken, ergibt sich eine sehr eigene Mischung.
Kennen gelernt hatten sich Mertens und Strauß Anfang 2004 durch eine Anzeige im Berliner Fanzine „Guitars Galore“. Mit von der Partie war auch damals schon Bassist Stephan Dahlem, der mit Mertens bereits in einer kurzlebigen Band namens „Mehr Hingabe, Liebling!“ zusammengespielt hatte.
Nach diversen Konzerten u.a. im Berliner Zosch und Gastauftritten bei der „Thursday’s Rhythm & Beat Organization“ beginnt die Band mit den Aufnahmen zu ihrem ersten Album „Ich brauch mehr Zeit“, das im Frühjahr 2007 veröffentlicht wird.
